Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Der Landschaftspark in und um Dessau wurde durch Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gegründet. Als Fürst der Aufklärung lehnte er den Barockgarten ab. Seine Vorbilder waren die Natur und so suchte er für seine Gartenschöpfung da seine Ideen. Dadurch ist ein herausragendes Beispiel der Landschaftsgestaltung im Geiste der Aufklärung entstanden.

Zum Welterbe bzw. zum Gartenreich gehören folgende Schlösser und Parks: Luisium, Georgium, Mosigkau, Großkühnau, Sieglitzer Berg, Oranienbaum und Wörlitz.

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist eine europaweit bedeutende Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt. Sie bestehend aus mehreren Bauten und Landschaftsparks.

Das Gartenreich umfasst heute eine Fläche von 142 km² entlang der Elbe im Biosphärenreservat Mittelelbe. Es wurde in das im Jahre 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Das Blaubuch ist eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland und umfasst zur Zeit 20 Positionen der kulturelle Leuchttürme.

 

Seit dem November 2000 gehört das Dessau-Wörlitzer Gartenreiches zum UNESCO-Welterbe.

 

 


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Quelle Openstreetmap

Google Earth bietet einen interessanten Überblick von oben. Mit dem Link hier unten verlassen Sie meine Internetpräsenz: 


  Link: Wörlitzer Park

 

Hinweis: der Link funktioniert nur richtig gut mit einem PC oder Notebook.
Auf dem Smartphone muss man die herunter geladene kmz-Datei suchen und
da anklicken. In beiden Fällen sollte Google Earth installiert sein.

 

Geodaten: 51.84576N  12.42033E

 

Hinweise zur Anwendung der Geodaten

 

 
Vorderseite des Gotisches Haus
Das Gotische Haus wurde ab 1773–1813 nach den Plänen von Erdmannsdorff und Baudirektor Georg Christoph Hesekiel im neogotischen Stil erbaut. Vorbild war der englische Herrensitz Strawberry Hill, den Fürst Leopold auf seinen Reisen kennen gelernt hatte. Das Besondere an dem Haus sind seine zwei verschiedenen Fassaden. Die Vorderseite, die zum Wolfskanal zeigt, ist die einer venezianischen Kirche, Madonna del Orto im Sestiere Cannaregio, nachempfunden. Die Gartenseite folgt dem Stil der Tudorgotik. Beide Fassaden sind Blickpunkte von Sichtachsen. So entsteht der Eindruck, dass man es mit zwei verschiedenen Gebäuden zu tun habe. Das obere Geschoss nutzte der Fürst als Wohnung und für sein Museum. Der untere Bereich wurde wirtschaftlich genutzt. 
 
 
Gotischen Hauses über den Wolfskanal gesehen
 
 
Gotischen Hauses
 
Die Rückseite des Gotische Haus

Seine Fassade soll die Rialtobrücke in Venedig zeigen

 
Die Rückseite des Gotische Haus
 
Schloss im Wörlitzer Park. Es ist innerhalb von nur 4 Jahren entstanden.

 


Scherzhafte Decke im Wörlitzer Schloss

 

Schloss Wörlitz ist eines der frühesten klassizistischen Schlossbauwerke außerhalb Englands. Es gilt als der Gründungsbau des deutschen Klassizismus.

Der Baumeister Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtete es zwischen 1769 und 1773 für das jung vermählte Fürstenpaar. Im Hauptgeschoss gruppieren sich um den Lichthof die Vorhalle, zehn Räume und zwei Säle.

Seit seiner Fertigstellung im 18. Jahrhundert sind die Räume des Schlosses der Öffentlichkeit zugänglich. Die Inneneinrichtung ist sehr gut erhalten. Sie spiegelt die Interessen und die Grand Tour des Fürsten wider. Im Winter 1765/66 wurden er und sein Hofstaat  von  Joachim Winckelmann für die antiken Stätten und Sammlungen Roms begeistert. Die Kunsttheorie des Freundes und die in Rom erworbenen Kunstwerke bestimmen die Ausstattung der Räume seines Schlosses .

 

Ahnenhalle von Fürst Leopold III. Friedrich Franz

Im Atrium des Schlosses begrüßen den Besucher Repliken von griechischen Plastiken.

 
Der „Wörlitzer Vesuv“
Der „Wörlitzer Vesuv“ ist ein künstlicher Vulkan auf der Insel Stein

Der Zweck der doch einzigartigen Anlage ist nicht eindeutig zu bestimmen, zumal entsprechende historische Zeugnisse, etwa Absichtserklärungen des Fürsten, fehlen. Man kann sie als monumentales italienisches „Reisesouvenir“ verstehen, wie es fürstlichem Selbstverständnis im Zeitalter des Absolutismus nicht fremd war.

 
 

 
Wohn- und Schlafraum der Eremiten

 

Wohn- und Schlafraum der Eremiten

Einsiedlerei innerhalb des Wörlitzer Parks. Einsiedler sind chic in der damaligen Zeit

 
 
 
 
 
Elbaue hinter dem Deich, der den Park von Wörlitz begrenzt.
 

 


Floratempel

Der Floratempel wurde 1797/98 von Erdmannsdorff nach dem Vorbild von Chambers Casinobau in Wilson errichtet, der wiederum auf den Clitumnustempel bei Spoleto zurückgeht.

 

 

 
Der Floratempel diente zur Zeit des Fürsten Franz als Musikpavillon. Er ist gut geeignet zum Musizieren im Quartett.

Der Göttin der Blumen und der Jugend zu Ehren, wurde dieser Bereich von jeher mit Blumen geschmückt, was im frühen Landschaftsgarten nicht üblich war.

 
Brücken im Gartenparadies
 
Brücken im Gartenparadies
 


Kniende Venus nach dem Bade. Sie ist am besten mit der Fähre vom Schloss aus zu erreichen.

Die wegen der Wirksamkeit aus weiter Entfernung überlebensgroß dargestellte und weiß gefasste Venus  wurde um 1782 vom Bildhauer Pfeiffer nach einem Vorbild aus der Villa Medici in Rom als Kopie angefertigt.

 
Informationsschild zum Gartenreich
 
Küchengebäude

Küchengebäude mit dem Sommersaal neben dem Schloss im Wörlitzer Park wurde gleichzeitig mit dem Schlossbau in den Jahren 1770/71 errichtet.

Die Speisen wurden durch unterirdische Gänge von der Küche zum Schloss transportiert.

 

Rousseau-Insel

Als Rousseau-Insel werden kleine, zumeist künstlich angelegte Inseln in Seen bezeichnet, die der ehemaligen Grabstätte von Jean-Jacques Rousseau auf der Île des peupliers im Park von Ermenonville bei Paris nachempfunden sind.
 
Rousseau Insel
 
 

An der Rousseau Insel, rechts

 

 

 

 

 
 
 
Venustempel im Wörlitzer Park
Der heutige Venustempel besteht aus Stein. Von 1794 bis 1797 wurde ein Holzbau errichtet. Es handelt sich um einen dorischen Monopteros, in dessen Zentrum ein Abguss der Venus Medici steht.  

 
Sichtachse zum Venustempel

 
Venustempel

 

 

 

Venustempel

 
Brücken im Park Luisium

Luisium bezeichnet ein Schloss und eine Parkanlage im östlich des Stadtzentrums der anhaltischen Stadt Dessau-Roßlau gelegenen Ortsteil Waldersee. Es ist wie die Wörlitzer Anlagen Teil des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs.

 


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Quelle: Openstreetmap

Ein Kleinod klassizistischer Architektur ließ Fürst Franz von Anhalt-Dessau 1774 bis 1778 für seine Gemahlin Louise als privaten Wohnsitz errichten.

Geodaten: 51.8495,12.2744

 
Ein Paar in der damaligen Kleidung im Park
 
Das Schlangenhaus im Luisium
 
 
Synagoge (der Rundbau) und
St.-Petri-Kirche mit dem  Bibelturm

Rechts in Bild: die Synagoge als Rundbau.

Am östlichen Rand des Schlossgartens wurde, als Zielpunkt zahlreicher Sichtbeziehungen, die Synagoge errichtet. Das 1789–1790 nach Entwürfen Erdmannsdorffs entstandene jüdische Gotteshaus ist Ausdruck der toleranten Politik des Fürsten Franz.

Unter der Synagoge befindet sich ein Ritualbad.

 

Links im Bild: St.-Petri-Kirche mit dem  Bibelturm

Die Ende des 12. Jahrhunderts errichtete ursprünglich romanische Kirche wurde unter Fürst Franz von Anhalt-Dessau zwischen 1804 und 1809 im neugotischen Stil umgebaut. Von der Plattform des 66 Meter hohen Kirchturmes (Bibelturm) hat man einen reizvollen Blick über den Park in die nähere Landschaft. Der Turm wird seit einigen Jahren „Bibelturm“ genannt, da dort Ausstellungen zu religiösen Themen stattfinden.

 
Hier sieht man ein klassizistisches  Eisenhart genanntes Brückenhaus am Wörlitzer Park.
Der Eisenhart, oder auch Brückenhaus, ist eigentlich ein aus Raseneisenstein errichtetes Gebäude. Das Baumaterial ist ein seit der Eisenzeit bekanntes Eisenerz. Es überbrückt aber auch zugleich den Kanal, der Neumarks Garten abtrennt. Über diesen Kanal führt außerdem noch eine mobile Wirtschaftsbrücke, um auch Neumarks Garten erreichen zu können.
 
 
 
 

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