Hamburg -  Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus

Die zwischen 1885 und 1927 in drei Bauabschnitten errichtete Hamburger Speicherstadt stellt bis heute das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt dar. Es vermittelt in einzigartiger Weise in Technik und Material die gleichzeitig ansehnliche und funktionsgerechte maritime Industriearchitektur des Historismus europäischer Prägung. Damit besitzt die Speicherstadt auch international eine hohe architekturgeschichtliche Bedeutung. Mit ihrer Komposition aus roten Backsteinbauten in neogotischen Architekturformen, ihren Straßen, Wasserstraßen und Brücken, die ihr das unvergleichliche Bild einer „Speicherstadt“ verleihen, ist dieser Teil Hamburgs prägender Bestandteil des gesamten Stadtbildes.

 

Eine vergleichbare Wirkung hat das gegenüberliegende Kontorhausviertel, insbesondere die Bauten seiner Kernzone, bestehend aus dem berühmten Chilehaus, dem Meßberghof, dem Sprinkenhof und dem Mohlenhof. Während die Bürohausarchitektur der 1920er und 1930er Jahre international noch durch den Beaux-Arts-Stil bzw. andere historisierende Formen geprägt wurde, wiesen die Bürohausbauten des Hamburger Kontorhausviertels bereits moderne Klinkerfassaden in expressionistischen und sachlichen Architekturformen auf. Insbesondere beim Chilehaus und beim Sprinkenhof erlangten diese Architekturformen eine kaum noch zu überbietende gestalterische und handwerkliche Virtuosität. Das Chilehaus von Fritz Höger gilt darüber hinaus mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze und der charakteristischen Detaillierung seiner Fassaden als eine Ikone des Expressionismus in der Architektur. Dieses Hamburger Bauwerk dürfte in jedem Standardwerk über die Architektur des 20. Jahrhunderts abgebildet sein.

Am 5. Juli 2015 wurde das Kontorhausviertel zusammen mit der Hamburger Speicherstadt und dem Chilehaus zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

 

Kontorhausviertel

Das Kontorhausviertel befindet sich im südöstlichen Bereich der Hamburger Altstadt und besteht aus großen, bis zu zehngeschossigen Kontorhäusern im Stil des Backsteinexpressionismus und anderer moderner Stilrichtungen des frühen 20. Jahrhunderts.

 

 

 

 

 

 

Speicherstadt

Die Hamburger Speicherstadt ist der weltgrößte historische Lagerhauskomplex, gelegen im Hamburger Hafen. Sie umfasst das Gebiet zwischen Baumwall und Oberhafen. Seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz.

Auf den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm im nordöstlichen Hamburger Hafen entstand zwischen 1885 und 1927 auf einer Fläche von 26 ha der bis heute weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex, heute als Speicherstadt genannt.

Auf tausenden von Eichenpfählen ruhen die in wilhelminischer Backsteingotik gehaltenen Lagerhäuser. Sie werden auf der einen Seite begrenzt durch ein Fleet, hochdeutsch Kanal, und auf der anderen Seite eine Straße. Die Etagen der Lagerhäuser, meist fünf  an der Zahl, konnten mit einer am Hausgiebel befestigten Seilwinde erreicht und beladen werden. Hinter den nicht selten verzierten Fassaden lagerten Tee, Kaffee, Kakao, Gewürze und Tabak. Heute bietet die Speicherstadt 630000 m2 Nutzfläche und beherbergt u.a. das weltgrößte Lager für Orientteppiche. Daneben haben sich gastronomische Betriebe, Kaffeeröstereien, Kreative und mehrere Museen in den 15 Lagerhauskomplexen angesiedelt. Das Speicherstadtmuseum informiert über diese einmalige Hamburger Sehenswürdigkeit.

Auch die größte Eisenbahnmodelanlage hat hier ausreichend platz gefunden.

 


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Quelle Openstreetmap

Google Earth bietet einen interessanten Überblick von oben. Mit dem Link hier unten verlassen Sie meine Internetpräsenz: 


  Link:
Kontorhausviertel

 

Der Link funktioniert nur richtig gut mit einem PC oder Notebook.
Auf dem Smartphone muss man die herunter geladene kmz-Datei suchen und
da anklicken. In beiden Fällen sollte Google Earth installiert sein.

 

Geodaten: 53.5437N  9.9896E

 

Hinweise zur Anwendung der Geodaten

 
Busanbrücke an Störtebeker Ufer
 
rechts im Bild: das Maritime Museum

Bildmitte: Brooktorhafen mit der Leon Brücke

 
rechts im Bild: Speicherstadtrathaus am St. Annenufer

Bildmitte: Brooktorkai

 
Speicherstadtrathaus am St. Annenufer. Es wurde 1902 fertig gestellt. Es ist heute sitz Sitz der Hamburger Hafen und Logistik AG
 
Fleetschlösschen mit dem Speicherstadtrathaus
am St. Annenufer
 
Fleetschlösschen
am Holländischbrookfleet von der Wasserseite
 
Blick von der St.Annen-Brücke über den Wandrahmsfleet
Vorn an der Ecke befindet sich das Restaurant-Shop-Cafe "Schönes-Leben".
 
Blick von der St.Annen-Brücke über den Wandrahmsfleet

 

 

 
Blick vom der Sandbrücke über den Kehrwiederfleet unter dem Kehrwiedersteg  durch auf die Alte Wache der Hafenpolizei an der Kehrwiederspitze
 

Der Kehrwieder, auf plattdeutsch Kehrwedder,  ist eine der ehemaligen Inseln im Hamburger Stadtgebiet. Es ist der  westliche Teil der historischen Speicherstadt  und gehört zum Stadtteil HafenCity.

 

 



Das Wasserschlösschen am Wandrahmsfleet

 
Das Wasserschlösschen und
Speicherstadt von der Poggenmühlenbrücke aus gesehen, rechts der Wandrahmsfleet und links Holländischebrookfleet
 
Das Wasserschlösschen von der Rückseite.
 
Poggenmühlenbrücke
 
Alt und Neu gehen in einander über
 
Im gesamten Hafengebiet dominieren die roten
Backsteingebäude.
 

Hafenanlagen

 
Die Landungsbrücken
 
 
Die Landungsbrücken
 
Die ELFI - Elbphilharmonie mit Speicherstadt
 
Elbphilharmonie
 
Die ELFI - Elbphilharmonie wurde im Stil der
Speicherstadtgebäude errichtet.
 
Die Elbphilharmonie von der Hafenseite aus.
 
 
Elbphilharmonie
 
 
 
 
 
 

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